Gericht erklärt AGB Klauseln von Dateyard für unwirksam

dateyard klauseln sind unwirksam

Dateyard betreibt mehrere Dating Portale, nun hat das Landgericht München geurteilt, dass die AGB Klauseln in Bezug auf die “Unterstützung der Kommunikation” unwirksam sind und gegen geltendes Recht verstoßen. Dateyard hat laut Beck Verlag gegen das Urteil Berufung eingelegt, dieses ist aktuell noch nicht rechtskräftig, könnte aber für Aufruhr innerhalb der Dating Branche sorgen, da viele Betreiber entsprechende Klauseln haben. Nachfolgend haben wir alle Infos zum Urteil und zur Bedeutung der Klausel, bzw. den Hintergründen, welches Verhalten Dateyard mit dieser Klausel begründet.

Dateyard kontaktiert im Namen der User andere Mitglieder

Wer sich die AGB auf den Dating Portalen von Dateyard aufmerksam durchliest, wird sicherlich über den “Unterstützung der Kommunikation” Paragraphen verwundert sein, denn mittels diesem rechtfertigt Dateyard es, im Namen eines Users andere Mitglieder auf dem entsprechenden Portal zu kontaktieren. Offiziell möchte Dateyard damit die Erfolgschancen der Mitglieder erhöhen, indem automatisch Nachrichten an passende Profile versendet werden, um so ggf. einen Kontakt herzustellen und letztendlich ein Date zu ermöglichen. Allerdings könnte dies auch dafür missbraucht werden, um rechtlich abgesichert automatisiert Nachrichten von sogenannten Fake Profilen an die Mitglieder zu versenden, um so die Abschlüsse von Premium Mitgliedschaften in die Höhe zu treiben. Das Landgericht München hat diese Klausel allerdings für ungültig erklärt, da diese die Persönlichkeitsrechte der Nutzer verletzt. Ein Nutzer welche sich auf einem Dating Portal anmeldet, sollte immer selbst entscheiden können, mit welchen anderen Mitgliedern er Kontakt aufnimmt.

Profile auf anderen Dating Portalen zu zeigen ist ebenfalls unzulässig

Zusätzlich hat sich das Gericht noch mit einer weiteren Klausel beschäftigt und diese ebenfalls als unwirksam befunden. Laut dieser, darf Dateyard das Profil eines Nutzers ohne weitere Bestätigung ungefragt auch auf weiteren Webseiten des Unternehmens anzeigen. Die Klausel ist dabei nicht beschränkt auf weitere Dating Portale, es könnte also theoretisch durchaus sein, dass Nutzer ungewollt auf expliziten Sexeiten landen, was sicherlich im Interesse der wenigsten Nutzer sein dürfte. Die Klausel verstößt nach Auffassung des Gerichts gegen geltende Datenschutzbestimmungen und ist demnach unwirksam, zusätzlich können betroffene Nutzer rechtlich gegen Dateyard vorgehen, sollten Ihre Profile ungefragt auf weiteren Internetseiten verfügbar gemacht werden.

Den Stein ins Rollen gebracht hat in beiden Fällen die Verbraucherzentrale München, welche sich aufgrund steigender Beschwerden immer öfter mit den Geschäftsgebaren verschiedener Unternehmen in der Dating Branche beschäftigt. Wann es zur Berufungsverhandlung kommen wird steht aktuell noch nicht fest, wir halten Euch diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden und informieren Euch, sollten weitere Informationen zur Verfügung stehen. Betroffene Nutzer sollten sich bis zu einem rechtskräftigen Urteil am besten direkt an die Verbraucherzentrale wenden, um mögliche Schritte in Bezug auf einen Verstoß gegen geltende Datenschutzbestimmungen zu erfahren.

Meine Biografie würde keinen Menschen interessieren, da ich in meinem ganzen Leben nichts anderes gemacht habe als Dates zu verabreden ;-)

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