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Elitepartner ignoriert Verbraucherschutz Gerichtsurteil in Österreich

Elitepartner ignoriert Verbraucherschutz Gerichtsurteil in Österreich

Parship und Elitepartner, beides Online Partnervermittlungen aus dem Hause der ProSiebenSat.1-Gruppe, sind in den vergangenen Monaten immer öfter in den Schlagzeilen wenn es um das Thema Widerruf in Verbindung mit dem Wertersatz geht, welchen Kunden nach einem entsprechenden Widerruf leisten müssen. Parship wurde nun rechtskräftig in Österreich verurteilt, Parship setzt auf das selbe Geschäftsmodell, ignoriert das entsprechende Urteil aber zur Missgunst der Mitglieder. Wir haben nachfolgend alle Infos für Euch und geben Euch wichtige Hinweise, wie Ihr im falle eines Widerrufs an Euer Geld kommt.

Parship darf keine horrenden Gebühren für Wertersatz in Österreich verlangen

Wie auch in Deutschland, haben Kunden aus Österreich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Kauf bzw. Kommunikation der Widerrufsbelehrung, dies gilt für alle Verträge welche im Internet, am Telefon sowie an der Haustür abgeschlossen werden, also auch für kostenpflichtige Mitgliedschaften auf einem Dating Portal oder einer Partnervermittlung. Widerruft ein Kunde einen entsprechenden Vertrag, ist diesem ein bereits bezahlter Betrag zurückzuerstatten, mit Ausnahme eines Wertersatzes, welchen der jeweilige Händler für seine bereits erbrachte Leistung anteilsmäßig einbehalten darf. Parship und auch Elitepartner haben diesen Wertersatz bisher extrem hoch angesetzt, indem nicht die Tage der bisher genutzten Premium Mitgliedschaft zur Berechnung veranschlagt wurden, sondern die Antworten, welche ein Mitglied innerhalb dieser Zeit bereits erhalten hatte. Für jede erhaltene Nachricht veranschlagte Parship fast 11% der Jahresgebühr, sodass die Mitglieder bei z.b. 7 erhaltenen Antworten 75% des gezahlten Betrages als Wertersatz leisten mussten.

Gegen dieses Verhalten hat die Wiener Kammer für Arbeiter und Angestellte (AK) geklagt (das Urteil kann hier abgerufen werden) und auch in letzter Instanz Recht bekommen (heise.de berichtete u.a.), sodass Parship nur noch ein 365tel der Jahresgebühr für jeden verstrichenen Tag einbehalten darf, erst ab dem 15. Tag darf die gesamte Jahresgebühr einbehalten werden. Das Urteil ist bereits rechtskräftig und alle betroffenen Parship Mitglieder aus Österreich können sich auf das Urteil berufen, zudem haben auch ältere Mitglieder die Möglichkeit sich einen bereits bezahlten Wertersatz, welcher der unrechtmäßigen Berechnung von Parship entsprach, zurückzufordern. Die Arbeiterkammer stellt hierzu auch einen entsprechenden Musterbrief zur Verfügung, welcher unter diesem Link abgerufen werden kann.

Elitepartner hält sich nicht an das Urteil

Auch Elitepartner wendet ein entsprechendes Modell bzgl. des Wertersatzes bei einem Widerruf an, fühlt sich aber auch nach dem Urteil anscheinend nicht dafür verantwortlich, seine Mitglieder zukünftig anders zu behandeln. Obwohl beide Partnervermittlungen zum selben Konzern gehören und ein identisches Mitgliedschaftsmodell anwenden, beharrt Elitepartner weiter auf den unrechtmäßigen Wertersatz. Auf Nachfragen begründet das Unternehmen sein handeln damit, dass das Urteil die Partnervermittlung Parship betraf und Elitepartner nicht an dieses gebunden ist. Bis die Arbeiterkammer auch gegen Elitepartner vor Gericht zieht, werden die Mitglieder also wahrscheinlich noch auf Widerstand bzgl. des Wertersatzes stoßen, auch wenn das angewendeten Verhalten laut Arbeiterkammer klar rechtswidrig und auch für Elitepartner bindend ist.

In Deutschland haben Mitglieder von Elitepartner und Parship aktuell übrigens noch das Nachsehen, auch wenn ein erstes Urteil (abzurufen hier) des Landgericht Hamburg auf Klage der Deutschen Verbraucherzentrale zu Gunsten der Verbraucher entschieden hat. Parship ist nach dem Urteil eine Instanz höher gegangen und das Oberlandesgericht Hamburg hat das Urteil des Landgerichts nach einer erneuten Verhandlung gekippt, mit der Begründung, dass eine zeitanteilige Berechnung nicht zwingend die einzige Alternative für die Berechnung des Wertersatzes sei. Deutsche Mitglieder müssen sich also eventuell noch ein wenig gedulden und auf die nächst höhere Instanz hoffen, wann es hier zu einer Grundsatzentscheidung kommt und wie diese ausfallen wird, ist aber noch vollkommen offen.

Meine Biografie würde keinen Menschen interessieren, da ich in meinem ganzen Leben nichts anderes gemacht habe als Dates zu verabreden ;-)

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