Dating App Match.com wird wegen Betrugs angeklagt

match.com wird verklagt

Aktuell (heise.de berichtete) scheint sich ein weiterer Dating Skandal anzubahnen, das in den USA sehr bekannte und beliebte Dating Portal Match.com wird aktuell wegen Betrugs von der Federal Trade Comission verklagt. Die Dating Plattform, welche zum selben Unternehmen wie Tinder gehört, weist die Vorwürfe zwar zurück, doch gibt es viele Indizien, welche auf einen sehr groß angelegten Betrug hindeuten.

User sollen mit Fake Profilen in Abos gelockt worden sein

Die Masche mit welcher Match.com seine Nutzer betrogen haben soll ist nicht neu, bereits in der Vergangenheit gab es viele ähnliche Betrugsfällen bei welchen Dating Plattformen Ihre Mitglieder mittels Fake Profilen dazu bewogen haben sollen ein Abo abzuschließen, auch in Deutschland gab es einige solcher Vorwürfe (z.B. bei der Dating App Lovoo, wir berichteten hier). Zwischen Juni 2016 und Mai 2018 soll Match.com so insgesamt 500.000 User dazu bewogen haben ein Abo abzuschließen, mit sehr zweifelhaften Methoden, welche laut der Federal Trade Comission den Tatbestand des gewerblichen Betrugs erfüllen. User der Dating Plattform welche noch kein kostenpflichtiges Abo erworben hatten, sollen mehrfach Nachrichten von Fake Profilen bekommen haben. Diese Nachrichten zu lesen war den Mitgliedern jedoch nicht möglich, da hierfür eine entsprechend kostenpflichtige Premium Mitgliedschaft von Nöten wäre, auf welche in der Mail sogar direkt verwiesen wurde. Sind die Mitglieder dann der Aufforderung gefolgt und haben ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen, konnten sie die Nachricht dennoch nicht lesen, denn diese wurde plötzlich vom Empfänger gelöscht, was theoretisch möglich, bei der hohen Anzahl aber sehr unwahrscheinlich und somit ein Indiz für einen großangelegten Betrug ist.

Abo Kündigung auf Match.com nur schwer zu finden

Doch nicht nur die Nutzung von Fake Profilen zur Abo-Gewinnung ist Gegenstand der Klage, auch die Handhabung der Kündigung wird von der Federal Trade Comission als nicht rechtskonform bemängelt. So ist die Möglichkeit der Kündigung laut Klageschrift nur sehr schwer zu finden und für viele Nutzer quasi unmöglich, insgesamt 6 Klicks sind notwendig um sein Abo zu kündigen, bzw. erst mal zu den Hinweisen zu gelangen, wie man dies genau tun kann. Der CEO von Match.com, Hesam Hosseini, hat sich bereits zu den Anschuldigungen geäußert und nannte diese “empörend”. Weiterhin hat er mittels einer Pressemitteilung angekündigt, gegen die Klage der Federal Trade Comission vorzugehen, da die Anschuldigungen haltlos seien. Ob die Klage zugelassen wird und was für eine Strafe bei einer Verurteilung im Raum steht kann aktuell nur gemutmaßt werden, sicher ist aber, dass sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, der Match Group eine sehr hohe Strafe droht, denn die Verbraucherschutzgesetzte in den USA sind um einiges strenger als zum Beispiel in Deutschland und sehen für entsprechende Gesetzesverstöße empfindliche Strafen vor. Wir werden den weiteren Verlauf natürlich für Euch im Auge behalten und Euch entsprechend informieren, sollten weitere Informationen verfügbar sein.

Meine Biografie würde keinen Menschen interessieren, da ich in meinem ganzen Leben nichts anderes gemacht habe als Dates zu verabreden ;-)

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